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5 richtig gute Gründe, regelmäßig zu meditieren

Wahrscheinlich hast du schon mehrmals Gründe gelesen, warum du meditieren solltest. Sei es, um deine psychische Gesundheit zu unterstützen oder deine kognitiven Fähigkeiten auszubauen – Meditation hat sehr, sehr, sehr viele positive Effekte und „Nebenwirkungen“. Aber bislang hat es noch nicht richtig geklappt mit der regelmäßigen Meditationspraxis, oder? Sonst wärst du wahrscheinlich nicht hier. Darum will ich dir ein paar andere Gründe bieten, die dir hoffentlich die Motivation geben, die du brauchst. Legen wir also los!

1. Du verbringst Zeit mit dir selbst

Meditation ist eine Individualpraxis. Selbst wenn du eine Gruppenmeditation machst, schaust du doch immer nur bei dir ins Innere. Du lernst dabei, deine Gedanken, Gefühle und innerlichen (und äußerlichen) Bewegungen zu beobachten, ohne sie zu werten, denn Meditation ist die klassische Praxis der Beobachtung. Das kann beispielsweise Erfahrungen hervorrufen wie „ich bin heute unrund“ oder „irgendetwas wühlt mich auf“. Das werten wir nicht als schlecht, sondern notieren es einfach. Meditierst du zum Beispiel morgens, kann das ein wichtiges Indiz sein, was dich den restlichen Tag noch beschäftigen kann oder worauf du einen Blick haben solltest.

Etablierst du eine regelmäßige Praxis, so wirst du jeden Tag mindestens 3-20 Minuten mit dir verbringen – egal, was danach oder davor kommt. Das ist nicht nur wichtig, um dir selbst Wertschätzung entgegen zu bringen, sondern ist auch wegweisend auf dem Weg der persönlichen Erkenntnis. Du wirst merken, dass du dich schon nach ein paar Tagen oder Wochen nach diesen paar Minuten ganz für dich sehnen wirst.

Wenn du dich fragst, wie du jetzt an eine Meditation kommen kannst, dann teste doch mein Online Yoga Studio für 7 Tage kostenlos. Dort findest du zahlreiche Meditationspraktiken. In unserem monatlichen Community-Event meditieren wir zudem regelmäßig und lernen verschiedene Techniken kennen. Zudem gibt es immer zu Beginn jeder Live-Yogastunde eine kurze Meditation zum Ankommen. Probiere es doch aus – du hast nichts zu verlieren!

2. Du investierst in deine Psychohygiene

Wie oben bereits beschrieben, kann meditieren dabei helfen, einen Blick in unser Inneres zu bekommen. Deshalb kann eine regelmäßige Meditation, unter Anleitung oder mit einer entsprechenden Erfahrung, auch beispielsweise bei Depressionen oder Angststörungen unterstützen – komplementär zu einer entsprechenden Therapie oder medizinischen Intervention.

Aber egal, ob bei dir eine Diagnose besteht oder du eher präventiv etwas für deine mentale Gesundheit tun möchtest, so oder so investierst du beim Meditieren in deine Psychohygiene, also in die Pflege deiner Psyche. Denn, so wie Zähneputzen Teil der Zahnprophylaxe ist, kann regelmäßiges Meditieren dir beispielsweise dabei helfen, negative Glaubenssätze zu erkennen und zu zerlegen. Du kannst lernen, wann dir alles zu viel wir und du dringend eine Pause brauchst, was möglicherweise eine Burnout-Prävention sein könnte.

Wie du vielleicht merkst, geht es bei der Meditation darum, dein Innenleben zu erfahren und zu verstehen, was auch meistens Teil einer psychotherapeutischen Beratung ist. Darum ergänzen sich die beiden in meinen Augen auch wunderbar – und negative Wirkungen gibt es zudem kaum.

3. Du machst mal wieder was Analoges

Wir leben im digitalen Zeitalter. Gerade in diesem Moment bewegst du dich ja auch darin. Das muss nicht automatisch etwas Negatives bedeuten, aber ich merke, dass bei mir digitale Tätigkeiten durchaus zunehmen – sei es, wenn ich auf Social Media hängenbleibe oder eine Serie am Laptop schaue. Meditation ist etwas gänzlich Analoges. Selbst wenn du eine digitale App zum Meditieren verwendest und dabei eine Audio-Datei hörst, konsumierst du weniger mit den Augen, die ja besonders von Bildschirmen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Etablierst du eine regelmäßige Meditationspraxis, so gewährleistest du auch analoge Pausen für deine Augen. Vielleicht kannst du ja auch ab und an ohne Anleitung meditieren, wenn du dich langsam an die Praxis gewöhnt hast. Im Endeffekt machst du dich dadurch auch unabhängig vom Internet und irgendwelchen Apps. Zum Einstieg sind diese aber prima – insbesondere, wenn sie durch Audio-Dateien betrieben werden. Dann können die Augen endlich mal Pause machen.

4. Du setzt einen wichtigen Impuls für deinen Tag

Vielleicht hast du auch gewisse Parameter, die deinen Tag in eine entsprechende Richtung leiten. Für mich ist es meine morgendliche Meditation. Danach fällt es mir deutlich leichter, in eine Routine zu kommen. Selten aber doch ab und zu lasse ich sie aus Langeweile oder sonstigen nicht wirklich wichtigen Gründen aus und spüre die Konsequenzen. Oft fühle ich mich dann schon fast verloren.

Darum gibt es mir besonders viel Kraft, wenn ich für mich richtig in den Tag starten kann mit meiner Meditation. Zudem hake ich gleich alle anderen, oben genannten Punkte ab: Zeit für mich – check. Psychohygiene – check. Analoge Zeit – check. Und jetzt auch noch: Impuls gesetzt – check. Du musst aber nicht gleich morgens meditieren, sondern kannst deine Praxis an deinen Tagesablauf und auf deine Bedürfnisse anpassen. Vielleicht meditierst du gerne vor dem Schlafengehen, um den Tag nochmal ausklingen zu lassen? Oder du nutzt den kurzen Mittagsschlaf deiner Kinder dafür – hab keine Angst, hier deinen eigenen Weg zu gehen.

Wenn du dann irgendwann eine längere Praxis kultiviert hast, wirst du merken, was für ein nützlicher und wichtiger Anker Meditation sein kann. Es geht nicht darum, dass wir ohne sie nicht leben können, aber vielleicht wird sie in deinem Leben irgendwann eine zentrale Rolle spielen.

5. Du lernst, dich selbst zu ordnen

Wie, sich selbst ordnen, ich bin doch kein Bücherregal? Damit hast du vollkommen Recht – es geht hier auch um die innere Ordnung. Für diesen Punkt wird dir besonders dein näheres Umfeld danken. Die Meditation als Teil einer Yogapraxis, zum Beispiel, ist für viele der erste Blick ins Innere. Was bewegt mich gerade? Was ist präsent? Während wir vor der Praxis vielleicht Dinge zwar gespürt, aber nicht verstanden haben, gibt uns das etwas mehr Klarheit und Verständnis – Ordnung, eben.

Meditieren kann in etwa so sein, wie eine innere Liste zu führen. Wir können Gefühlen und Gedanken auf den Zahn fühlen und uns selbst etwas besser verstehen. Statt einfach nur schlecht drauf zu sein, hast du vielleicht mehr Erklärung und vor allem mehr Empathie für das, was dich bewegt.

Zusammenfassung

  1. Du verbringst Zeit mit dir selbst: Regelmäßige Meditation ermöglicht es dir, deine Gedanken und Gefühle zu beobachten, ohne sie zu bewerten. Das fördert die Selbstwahrnehmung und persönliche Erkenntnis.
  2. Du investierst in deine Psychohygiene: Regelmäßiges meditieren kann zur Verbesserung der mentalen Gesundheit beitragen, sei es zur Unterstützung bei bestehenden Erkrankungen oder als Prävention.
  3. Du machst mal wieder etwas Analoges: In einer digitalen Welt bietet Meditation eine willkommene Möglichkeit, eine analoge Pause einzulegen und die Augen vom Bildschirm zu entlasten.
  4. Du setzt einen wichtigen Impuls für deinen Tag: Meditieren am Morgen kann dir helfen, den Tag achtsam zu beginnen und in eine positive Richtung zu lenken.
  5. Du lernst, dich selbst zu ordnen: Durch Meditation kannst du deine Gedanken und Gefühle besser verstehen und mit dir selbst empathischer zu sein.

Zusatz: Wie fange ich zu meditieren an?

In einem vergangenen Blogpost habe ich bereits darüber geschrieben, wie du nachhaltig Gewohnheiten etablieren kannst. Wichtig ist, dass du wirklich klein beginnst. Oft sind wir so begeistert von einer neuen Idee und wollen dann gleich den größten Nutzen daraus schöpfen. Doch, wenn du es bislang nicht geschafft hast, ein paar Minuten jeden Tag zu meditieren, woher sollen dann auf einmal 20 Minuten am Tag kommen? Starte also erstmal mit einer Zahl, die machbar ist. Ich empfehle dir etwas zwischen 3-5 Minuten – insbesondere, wenn du ungeleitete Meditationen praktizierst.

Dann plane schon mal für die nächsten 2-3 Tage voraus, wann du da meditieren willst. Ich persönlich finde es am einfachsten, morgens zu meditieren. Dann könntest du dir einfach den Wecker 5 Minuten früher stellen, und direkt nach dem Aufstehen loslegen. Diese Zeit eignet sich besonders gut, da der Geist da noch etwas müde ist. Oder du planst es dir in deinen Terminkalender ein und legst dir verschiedene tagesabhängige Termine – das macht dich im Aufbau deiner Gewohnheiten noch flexibler.

Wenn du lieber angeleitet meditieren möchtest, dann leg dir auch diese schon mal zurecht. Dann hast du quasi alles geplant, was es zu planen gibt und musst nur noch erscheinen. Außerdem kann es Spaß machen, das Angebot durchzugehen und zu überlegen, welchen Nutzen du aus deiner Mediation ziehen möchtest. Auch ich biete verschiedene, geleitete Meditationen. Hier kannst du zum Beispiel eine geleitete Meditation zum Thema „Loslassen und Aufladen“ von mir abrufen.

Richte dir gerne auch schon mal ein kleines aber feines Plätzchen ein. Du brauchst nicht unbedingt eine Yogamatte, sondern nur einen Ort, wo du bequem sitzen kannst. Das kann auch dein Sofa sein, solange es nicht allzu bequem und passiv ist – sonst driften wir schneller mal ab. Wenn du am Boden sitzt, erhöhe dein Becken mit einer Decke oder ein paar Büchern. Und schon bist du so gut vorbereitet, wie es nur möglich ist.

Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner persönlichen Meditationserfahrung und bin mir sicher, dass du deinen passenden Weg findest. Schreib mir gerne in die Kommentare, was du so planst. Dadurch machst du dein Vorhaben nur konkreter!

Apropos meditieren – eine Meditation zur Körperwahrnehmung findest du auch in meinem Self-Care-Ebook, das du dir für 0€ schnell herunterladen kannst!

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