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Veganismus ist teuer? Nicht mit diesen 7 Tipps!

Je populärer die vegane Ernährung wird, desto größer wird auch der Markt um sie herum. Viele Firmen haben bereits entdeckt, dass man mit veganen Produkten gutes Geld machen kann, was zum Teil absurd ist, wenn man bedenkt, dass Analogkäse (also pflanzlicher Käse als Ersatz für Kuhmilchkäse) früher noch als billige Alternative galt. Heute ist die vegane Alternative meist teurer als ihr tierisches Pendant. Damit droht Veganismus auch zu einem Lifestyle zu werden, den sich nur bestimmte Menschen leisten können. Allerdings gibt es immer noch die Möglichkeit, vegan mit wenig Budget zu leben. Hier sind meine Tipps dazu:

1. Kaufe in größere Mengen

Eine der effektivsten Möglichkeiten, Geld beim Einkaufen veganer Lebensmittel zu sparen, besteht darin, größere Mengen zu kaufen. Dies gilt insbesondere für Trockenwaren wie Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln und Getreide. Wenn du das Kilo anstelle der 500g-Packung kaufst, zahlst du oft weniger pro Einheit.

Überlege auch, ob es in deiner Nähe einen Großhandel gibt, wo du vegane Produkte in größeren Mengen zu günstigeren Preisen kaufen kannst. Dies kann sich langfristig auszahlen. Es ist jedoch wichtig, dass du gewährleistet, die Lebensmittel auch lange lagern zu können und sie auch aufbrauchst, damit diese Lebensmittel nicht irgendwann im Müll landen.

2. Schau regelmäßig auf Angebote

Einer der aufregendsten Aspekte des Einkaufens ist das Stöbern in den Angeboten. Vegane Produkte und Grundnahrungsmittel sind oft im Angebot, daher lohnt es sich, regelmäßig in deinen örtlichen Supermärkten nach Sonderangeboten Ausschau zu halten. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Achte jedoch auch hier darauf, dass du die Produkte rechtzeitig verbrauchen kannst, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Ein Schnäppchen ist nur dann wirklich lohnenswert, wenn du es auch tatsächlich aufisst.

3. Vergleich die Preise!

Ein bisschen Recherche kann sich auszahlen. Unterschiedliche Geschäfte und Marken können erhebliche Preisunterschiede für dieselben veganen Produkte aufweisen. Insbesondere beim Kauf in größeren Mengen lohnt es sich, die Preise zu vergleichen. Manchmal bieten sogar Drogerien preiswerte vegane Optionen an, darunter auch Bio-Produkte. In einigen Fällen kann ein Bio-Markt günstigere Bio-Produkte anbieten als herkömmliche Supermärkte, da die Produktvielfalt größer ist.

Lass dich vom Supermarkt nicht täuschen – die günstigen Produkte sind oft ganz unten und die teuren auf Augenhöhe. Am besten vergleichst du auch die Kilo- oder Literpreise anstelle des tatsächlichen Produktpreises, denn ein 350g Produkt ist vielleicht gleich teuer wie eines um 400g, jedoch bekommst du dann weniger für denselben Preis.

4. Werde deine eigene vegane Produktionsstätte

Selbstgemachtes Essen ist nicht nur kostengünstiger, sondern schmeckt auch oft besser – denn je mehr Verarbeitungsschritte ein Produkt durchläuft, desto teurer wird es in der Regel. Betrachte das Beispiel von Bohnen: Getrocknete Bohnen zu kaufen und selbst zu kochen ist in der Regel günstiger als bereits gekochte Bohnen aus der Dose zu kaufen. Du kannst auch Mehle wie Kichererbsen-, Hafer- oder Kokosmehl mit einem Mixer selbst herstellen. Da diese glutenfrei sind, sind sie in der Regel ohnehin schon teurer.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, Seitan selbst zu machen? Dieser vielseitige Fleischersatz ist in vielen Geschäften teuer, dabei kannst du ihn selbst und einfach zu Hause herstellen – es braucht nur etwas Zeit. Außerdem hast du die volle Kontrolle über den Geschmack und die Inhaltsstoffe. Die Herstellung von veganer Mayonnaise, Dips und Gewürzmischungen ist ebenfalls einfach und kostengünstig.

5. Vermeide teures Superfood

Superfoods sind schon länger in aller Munde, aber sie können teuer sein und oft von weit her importiert werden. Im Prinzip sind es meist in Europa nicht heimische Lebensmittel mit gutem Marketing. Jene Lebensmittel sind nicht notwendig für eine ausgewogene vegane Ernährung. Statt teurer Importware wie Gojibeeren oder Chiasamen zu kaufen, wähle heimische Alternativen wie Heidelbeeren oder Leinsamen. Sie sind genauso nährstoffreich und billiger – sowie klimafreundlicher.

6. Iss gerettete Lebensmittel! 

Lebensmittelverschwendung ist ein ernsthaftes Problem und besonders Privathaushalte schmeißen am meisten weg. Jeden Tag werden große Mengen an Lebensmitteln weggeworfen, die immer noch essbar sind. Du kannst dazu beitragen, dieses Problem zu bekämpfen, indem du dich bei gemeinnützigen Organisationen wie Foodsharing anmeldest und Essen vor der Tonne rettest oder sicherstellst, dass die Lebensmittel, die du kaufst, rechtzeitig verbraucht werden. Verwende Reste und Gemüse, das kurz vor dem Verderben steht, um kreative und leckere Mahlzeiten zuzubereiten.

7. Sei kreativ bei Rezepten!

Viele vegane Rezepte stammen aus Ländern, in denen bestimmte Zutaten wie Mandelmus erschwinglicher sind. Das muss dich aber nicht davor aufhalten, das Rezept nachzukommen – mit einem kleinen Twist. Wenn du auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen bist, probiere beispielsweise Erdnussmus oder Sonnenblumenkerne anstelle von Cashewnüssen aus. Verwende das Gemüse, das sich bereits in deinem Kühlschrank befindet, anstatt teure Sorten zu kaufen. Dies hilft nicht nur, Geld zu sparen, sondern reduziert auch Lebensmittelverschwendung und sorgt für mehr Kreativität und Freiheit in der Küche.

Fazit

Auch wenn das alles vielleicht etwas überwältigend wirken kann – geh erst einen Schritt nach dem anderen. Sobald du zum Beispiel weißt, wo deine Hafermilch besonders günstig und lecker ist, ist dieses Rätsel erstmal gelöst. Auf lange Sicht lohnt es sich vielleicht auch, über den Kauf entsprechender Küchengeräte nachzudenken. Meine Tipps sind zum Beispiel eine Küchenmaschine (food processor), ein Standmixer (wenn du tiefer in die Tasche greifen willst, kannst du dir damit zum Beispiel auch Nussmuse selbst machen), ein elektrischer Druckkochtopf und vielleicht auch eine Knetmaschine für die Zubereitung von Seitan.

Wie du hoffentlich gelernt hast, muss Veganismus nicht teuer sein. Mit klugem Einkauf, Kreativität in der Küche und der Bereitschaft, einige Dinge selbst herzustellen, kannst du eine gesunde und erschwingliche vegane Ernährung genießen. Denke daran, dass Veganismus nicht nur gut für deine Gesundheit und die Umwelt ist, sondern auch dazu beitragen kann, deinen Geldbeutel zu schonen. Wenn du diese Tipps in die Tat umsetzt, kannst du deinen veganen Lebensstil auch auf einem Budget erfolgreich führen.

Hast du noch weitere Tipps? Dann schrieb sie mir gerne in die Kommentare!

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