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7 Übungen für Selbstliebe

„Du musst dich nur selbst lieben“ oder „Du kannst erst andere lieben, wenn du dich selbst liebst“ sind Sätze, die viele von uns schon mal gehört, vielleicht sogar selbst gesagt haben. Aber wie komme ich überhaupt an einen Punkt, wo ich das Gefühl habe, mich selbst langsam wieder mögen zu können – geschweige denn zu lieben?

Keine Sorge, ich arbeite tagtäglich mit diesem Thema und helfe Menschen dabei, einen wertschätzenderen Blick auf sich selbst zu kultivieren. Das wird nicht von heute auf morgen passieren, aber jeder Schritt dorthin ist ein wertvoller Meilenstein auf deinem Weg zu mehr Akzeptanz & Selbstliebe.

1. Manage deine Erwartungen

Wenn du jetzt denkst, dass du nach dem Lesen dieses Beitrages dich in vollen Zügen lieben wirst, dann muss ich dich leider enttäuschen. Selbstliebe entsteht nicht über Nacht, denn Selbsthass oder Körperfrust, die viele Menschen spüren, hat sich auch über Jahrzehnte aufgebaut. Diese negativen Glaubenssätze, die wir in uns tragen, lösen sich nicht von heute auf morgen auf.

Auf dem Weg zu mehr Selbstliebe werden uns Zweifel, Frust und Rückschritte begegnen. Das mag vielleicht demotivierend klingen, ich finde es einfach nur realistisch und will dir keine falschen Versprechen machen. Aber wenn wir uns hinsetzen und sagen: „Ja, der Weg wird nicht einfach, aber jeder Schritt erleichtert dafür den nächsten“, haben wir eine unterstützende Einstellung generiert, die uns auf dem Weg unterstützen wird.

2. Kleine Schritte gehen

Apropos Schritte: erst letztens habe ich wieder gelesen, dass viele Menschen vor großen Aufgaben zurückschrecken, weil sie schon vor Beginn überfordert sind. Vielleicht geht es dir auch so – du wünscht dir, dich selbst zu lieben, aber hast Respekt, vielleicht auch Angst, vor dem Weg. Keine Sorge, da hab ich was für dich.

Um Selbstliebe zu kultivieren, müssen wird erstmal weiter weg bewegen vom Status Quo, also: Wie fühle ich mich gerade? Was sind meine Baustellen? Was möchte ich verändern? Wo siehst du besondere Herausforderungen? Ich lade dich ein, hier eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Dann kannst du bei jedem Punkt eine kleine Übung oder Praxis dazu schreiben, die dir helfen würde, dich auf eine neutrale Ebene zu bringen.

Hier ein Beispiel:

Du magst deinen Körper nicht und kannst dich nicht lange im Spiegel anschauen. Der nächste Schritt kann sein, deinen Körper funktional wahrzunehmen, statt ihn auf seine Optik zu reduzieren. Was kann dein Körper? Wofür bist du ihm dankbar? Schreib dazu jeden Tag etwas auf einen Post-It und klebe es an den Rand deines Spiegels. So wird dein Spiegel jeden Tag voller von Dingen, die dein Körper kann und wir nehmen uns die Macht wieder zurück.

3. Hinterfrage dein „Warum“?

In der Bestandsaufnahme könnten wir auch folgenden Punkt integrieren: Warum hast du dich jetzt dazu entschieden, diesen Weg zu gehen? Gab es dafür ein Ereignis? Selbstliebe kann oft auch etwas sein, von dem wir das Gefühl haben, es kultivieren zu MÜSSEN. Gerade dieser oben genannte Satz „Du kannst erst andere lieben, wenn du dich selbst liebst“ kann unglaublich viel Druck erzeugen. Vielleicht hast du das Gefühl, du musst dich erst selbst lieben, um eine glückliche Beziehung eingehen zu können?

All das sind aber äußerliche Motivationen und stammen nicht von innen. Es ist derselbe Grund, warum Menschen scheitern, wenn sie Vorsätze haben wie „Ich sollte mit dem Joggen anfangen“ oder „Ich muss jetzt echt was für meinen Rücken machen“. Wenn es um das Kultivieren von Selbstliebe und Akzeptanz geht, wollen wir intrinsische Motivation generieren.

Frage dich daher: Warum willst du dich selbst lieben? Tust du es für dich oder für andere Menschen? Denn liebenswert bist du allemal, das muss ich dir nicht sagen. Am besten schreibst du es dir auf oder verbildlichst dein „Warum“ und stellst es an einen sichtbaren Ort. Übrigens darf sich deine Motivation auch im Laufe der Zeit verändern.

4. Journaling für Selbstliebe

Nun haben wir eine gute Basis kultiviert und können praktischer Arbeiten. Nimm dir regelmäßig Zeit, deine Gedanken aufzuschreiben – egal ob analog oder digital. Denn wenn wir unsere Gedanken verschriftlichen, ist es viel einfacher, zu verstehen, was in unserem Kopf vorgeht und warum wir so handeln oder denken.

Hier sind meine 2 liebsten Praktiken, zu diesem Thema zu schreiben.

1. Freies Schreiben

    Nimm dir Zeit, deine Gedanken aufzuschreiben. Vielleicht reflektierst du eine Situation oder schreibst einfach ohne Konzept. Lies dir dann deine Zeilen nochmal durch und markiere dann bestimme Passagen, die dir besonders auffallen, wie etwa, wenn wir die innere kritische Stimme sprechen hören. Die Dinge beim Namen zu nennen sorgt nämlich dafür, dass wir sie einordnen und uns damit auch von ihr distanzieren.

    2. Leitfaden.

    Hier kannst du dich an Fragen orientieren, wie etwa:

    1. Nenne 3 Dinge, die du an dir magst (nicht körperlich)
    2. Schreibe 1 Sache auf, für die du deinem Körper heute dankbar bist
    3. Vervollständige diesen Satz: ich bin liebenswert, weil…

    Schon diese Fragen zu beantworten, kann dir dabei helfen, den Blick auf andere Eigenschaften zu lenken, die dich auf dem Weg zu mehr Selbstliebe unterstützen können.

    5. Bewegung für mehr Selbstliebe

    Dein Körper ist ein wichtiges Tool auf dem Weg zu mehr Selbstliebe. Ich habe dafür auch eine spezielle 7-tägige Yogareihe kultiviert, die du gerne auch praktizieren kannst. Dabei wird der Blick weg vom Negativen und hin zu Funktionalen gelenkt. Sehr oft begegnet es mir in meiner Beratung, dass viele über ihren Körper sagen: „Wenn ich nur dünner/kurviger/muskulöser wäre, dann könnte ich mich endlich lieben“.

    Ich kann diesen Gedanken total nachvollziehen. Unsere Gesellschaft vermittelt und ein Bild von Schönheit und damit auch von Attraktivität, dass bei vielen genau das Gegenteil von Selbstliebe auslöst. Es ist nicht leicht, den eigenen Weg zu gehen und nicht in ständige Optimierungsgedanken zu verfallen – aber es gibt einen Weg! Wenn du dabei Unterstützung brauchst, kannst du gerne auch zu mir ins Coaching kommen.

    Wenn du dich von der Kraft der Bewegung überzeugen möchtest, kannst du gleich hier den 1. Tag der Selbstliebereihe praktizieren:

    6. Achtsamkeitspraktiken

    Neben Bewegung gibt es natürlich auch noch weitere Übungen für mehr Selbstliebe. Gerade Meditation ist ein wunderbares Werkzeug, mit dem wir lernen, dass negative Gedanken etwa genau das sind: negative Gedanken und nicht wir selbst. Wir können genauso gut mit Mantren bewusst neue, positive Glaubenssätze integrieren und so unsere alten, negativen damit austauschen.

    An Tag 3 der Selbstliebe-Journey nutzen wir genau diese Methode, um uns wieder mit dem aufzuladen, was uns gut tut. Schon wenige Minuten am Tag können uns dabei helfen, unsere Gedanken zu beobachten und auch einfach wahrzunehmen, wie es uns gerade geht.

    7. Stufen der Selbstliebe

    Auch wenn du vielleicht mit dem Ziel hierher gekommen bist, irgendwann alles an dir zu 100% zu lieben, will ich dir trotzdem noch eine Art-Stufenmodell vorstellen, denn Selbstliebe muss gar nicht das oberste Ziel sein. Vielleicht ist Akzeptanz auch völlig ausreichend, also eine Form der neutralen und wertfreien Annahme. Vielleicht ist für dich auch Selbstwertschätzung ein schöner Begriff, der eine positive Konnotation hat, aber vielleicht nicht so unerklimmbar ist wie Selbstliebe.

    Hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Kein Weg wird deinem gleich sein und dein Weg, deine Einstellung und dein Warum dürfen sich auch mit dir zusammen verändern. Und, ganz wichtig: du bist nicht alleine, du bist an nichts schuld und du musst den Weg auch nicht alleine gehen. Du kannst zum Beispiel hier mit mir ein kostenfreies Erstgespräch ausmachen, wenn du Unterstützung brauchst.

    Hier findest du noch eine Übung, um dich mit deinem Spiegelbild wieder anzufreunden

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    Vom Objekt zum Mensch: Befreunde dein Spiegelbild (Hörübung)

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